
Kurz gesagt: In Gebäuden, die vor 1990 gebaut wurden, können Putze, Spachtelmassen, Kleber und Bodenbeläge Asbest enthalten. Bevor grossflächig abgeschlagen oder geschliffen wird, sollte eine Probe genommen werden. Die Suva gibt dafür Merkblätter heraus.
Wo Asbest vorkommen kann
- Spachtelmassen und Fugenmasse
- Fliesenkleber
- einzelne Putze und Wandbeläge
- Bodenbeläge und deren Kleber
- Leichtbauplatten um Heizungen
Vorgehen
- Baujahr und frühere Renovationen klären.
- Probe durch eine anerkannte Fachperson nehmen lassen.
- Labor bestimmt, ob Asbest enthalten ist.
- Bei Befund: Sanierung durch anerkannte Firma, danach Gipser.

Kosten und Dauer
Eine Probe mit Laboranalyse kostet meist einige hundert Franken. Das ist wenig gegenüber dem Risiko, eine Wohnung zu verseuchen. Rechnen Sie einige Tage bis zwei Wochen bis zum Resultat.
Häufige Fragen
Ist jeder Altbau betroffen?
Nein, aber das Risiko lässt sich nur mit einer Probe ausschliessen.
Darf ich selbst eine Probe nehmen?
Besser eine Fachperson, um keinen Staub zu erzeugen.
Gilt das auch für kleine Löcher?
Für einzelne Dübellöcher ist das Risiko gering. Bei grossflächigen Arbeiten abklären.
Wer zahlt die Abklärung?
Die Bauherrschaft beziehungsweise Eigentümerschaft.